Der Schachtansatzpunkt liegt ca. 1.350 m über dem Meeresspiegel. Der Schacht ist Bestandteil des Zwischenangriffs Sedrun, der einen ca. 6,2 km langen Abschnitt des Gotthard-Basistunnels erschließen wird. Der Tunnelabschnitt stellt das Kernstück und den technisch und geologisch anspruchsvollsten Abschnitt der Schweizer Alpentransversale dar. Im Rahmen des Verkehrsverbundes der europäischen Eisenbahnen ist der Gotthard-Basistunnel mit zwei einspurigen Tunnelröhren von je ca. 57 km Länge das weitaus größte Bauvorhaben im Alp-Transit-Projekt der Schweiz und wird nach seiner Fertigstellung im Jahr 2012 der längste Verkehrstunnel der Welt sein.
Gestängeloses Schachtbohren auf Vorbohrloch
Das gestängelose Schachtbohren auf Vorbohrloch erhielt als Sondervorschlag der ARGE um Thyssen Schachtbau bei der technischen Angebotsauswertung den Zuschlag. Die anstehende Geologie, die durch eine steilstehende, sandwichartige Abfolge mit zum Teil weichen und harten Gesteinsschichten gekennzeichnet ist, lässt das angebotene Verfahren als die geeignetste und mit den geringsten Risiken behaftete Abteufmethode erscheinen.
Das Vorbohrloch (1,8 m Ø) wird im Raisebohrverfahren mit einer Raisebohranlage (Wirth, Typ HG 330-SP) erstellt. Im Anschluss daran erfolgt das gebirgsschonende Abteufen des Schachtes (7,0 m Ø) mittels Schachtbohrmaschine (Wirth, Typ VSB VI).
Auftraggeber für das Abteufen des Schachtes Sedrun II ist die ARGE TRANSCO-Sedrun unter der Federführung der schweizerischen Baugesellschaft BATIGROUP AG. Diese ist von der Alp-Transit Gotthard AG mit dem Bau des „Tunnel-Sedrun“ beauftragt worden.
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